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OB Ansbacher fordert Verschiebung der Baumaßnahmen am elektronischen Stellwerk und Entlastungen bei Sperrung des Hauptbahnhofs

Die Deutsche Bahn wird Anfang 2026 den Hauptbahnhof Ulm für den Einbau eines elektronischen Stellwerks (ESTW) vollständig sperren. Oberbürgermeister Martin Ansbacher erneuert in diesem Zusammenhang - bei allem Verständnis für erforderliche Baumaßnahmen - die bereits geäußerten enormen Bedenken der Stadt. Er fordert erneut die Verschiebung dieser Maßnahme. Nach Meinung von Oberbürgermeister Ansbacher kommt diese zur absoluten Unzeit. Bereits im Januar hatte Ansbacher deshalb in einem Schreiben an die DB seine Bedenken dargelegt. In einem weiteren Schreiben vom Mai heißt es: „Der vorgesehene Einbau des ESTW fällt in eine Phase, in der zahlreiche überregionale und kommunale Großprojekte das Ulmer Verkehrssystem in besonderem Maße beanspruchen werden. Aus diesem Grund ersuche ich Sie nochmals in aller Dringlichkeit, die Maßnahme auf einen aus Sicht der Stadt Ulm verträglicheren Zeitpunkt zu verschieben.“

Falls die Bauarbeiten dennoch wie vorgesehen stattfinden müssten, fordert Oberbürgermeister Martin Ansbacher wirksame Entlastungen: „Sollte der Einbau im vorgesehenen Zeitraum dennoch unumgänglich sein, bitte ich mit Nachdruck darum zu prüfen, in welcher Form eine Entlastung der Stadt erfolgen kann.“ So sollten die im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm bestehenden Bahnhöfe (Neu-Ulm) oder Haltepunkte genutzt werden, soweit dies sicherheitstechnisch möglich ist.

Auch betont Ansbacher, dass die frühzeitige, klare und verständliche Kommunikation mit der Bevölkerung besonders wichtig sei, auch für die Akzeptanz der Maßnahme: „Da die notwendigen Ersatzverkehre die städtische Infrastruktur potenziell an ihre Belastungsgrenzen bringen können, ist eine enge, frühzeitige und kontinuierliche Abstimmung von zentraler Bedeutung.“

Die Stadt Ulm wird den Dialog mit der DB intensiv fortsetzen, um die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger, Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen so gering wie möglich zu halten.