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Wiblingen entwickelt sich sichtbar weiter

Luftbild des Klosters in Richtung Norden, wo am Horizont das Ulmer Münster zu sehen ist.

© Stadtarchiv Ulm

Die Entwicklung Wiblingens schreitet sichtbar und engagiert voran. Das ist das Fazit des Berichts zum Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) Wiblingen. Er wurde in der vergangenen Sitzung des Internationalen Ausschusses vorgestellt. Zahlreiche Projekte zur Aufwertung des Stadtteils sind umgesetzt oder in Planung. Die Bilanz zeigt: Wiblingen profitiert in hohem Maß von Investitionen, frühzeitiger Beteiligung und Umsetzung.

Das STEK Wiblingen wurde im November 2022 vom Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt beschlossen. Neben dem Abschlussbericht wurden damals bereits Maßnahmen in den Fokusbereichen „Tannenplatz Zentrum“ und „Binsenweiher“ auf den Weg gebracht. Im November 2023 startete schließlich der Beteiligungsprozess zum letzten Fokusbereich „Innere Grünräume“.
Ziel des Konzepts ist es, die freiräumlichen Potenziale im Stadtteil zu erkennen und als attraktive Räume für Aufenthalt, Bewegung und Begegnung weiterzuentwickeln.

Ein zentrales Element war die aktive Einbindung der Bevölkerung. Neben einer Planungswerkstatt mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern wurde eine Jugendbeteiligung mit vorgelagerter Postkartenumfrage organisiert. In Zusammenarbeit mit der Mobilen Jugendarbeit, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Schulsozialarbeit wurden rund 750 Rückmeldungen erfasst. Das ist ein bemerkenswert hoher Wert und Ausdruck des großen Engagements insbesondere junger Menschen in Wiblingen.

"Das Stadtteilentwicklungskonzept Wiblingen zeigt eindrucksvoll, was dank der guten Ideen der Bürgerinnen und Bürger entstehen kann. Besonders freue ich mich über die rege Beteiligung der jungen Menschen. Mit ihrem Engagement gestalten sie die Zukunft ihres Stadtteils aktiv mit", sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.

Wie bereits in den anderen Fokusbereichen konnten auch im Bereich der „Inneren Grünräume“ schon während der Konzeptphase kurzfristig erste Maßnahmen umgesetzt werden, darunter:
• Stauden-, Strauch- und Baumpflanzungen,
• neue Bankstandorte entlang der zentralen Grünachse,
• die Neugestaltung der Spielplätze im Erenlauh und im Lustgarten.
Für die Jahre 2025 und 2026 sind weitere Projekte geplant:
• Bau einer Calisthenics-Anlage beim TV Wiblingen (Vorschlag aus der Jugendbeteiligung),
• Gestaltung von Aufenthaltsbereichen mit Sitzmöglichkeiten auf der Wiese beim Martinusheim,
• Aufstellung einer Ulm-Sportbox,
• Ergänzung von Picknickgarnituren an den Spielplätzen Erenlauh und Binsenweiher,
• Aufstellung eines neuen Kleinkinderspielgeräts am Spielplatz Binsenweiher.

Der Gemeinderat hat für diese Maßnahmen bis heute Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt rund 700.000 Euro bereitgestellt. Darüber hinaus haben die im Rahmen des STEK angestoßenen Maßnahmen weitere Investitionen ausgelöst: Insgesamt wurden im Rahmen des STEK Wiblingen von 2021 bis Ende 2024 rund 4,7 Millionen Euro in den Stadtteil investiert. Davon entfielen rund 500.000 Euro auf direkte STEK-Mittel, die vollständig ausgeschöpft wurden. Für das Jahr 2025 wurden darüber hinaus nochmals rund 200.000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Die übrigen Mittel setzen sich aus sogenannten Synergieprojekten zusammen, also Maßnahmen, die Impulse aus dem STEK aufgegriffen und weiterentwickelt haben, sowie aus städtischen Projekten, etwa Straßensanierungen, Belagserneuerungen oder die Einrichtung der Klosterpfade Wiblingen.

Große Bandbreite an Maßnahmen

Die Bandbreite der umgesetzten Maßnahmen ist groß: Sie reicht von der Erneuerung der Brücke in der Ulmer Straße mit rund 1,1 Millionen Euro über den Neubau einer Geh- und Radwegverbindung am Tannenplatz (300.000 Euro) bis hin zur Neugestaltung des Spielplatzes Binsenweiher (215.000 Euro), dem neuen Themenspielplatz Tannenäcker Ost (185.000 Euro) oder dem Biodiversitätspfad beim Binsenweiher (102.000 Euro). Auch kleinere Projekte wie neue Sitzgelegenheiten, Graffitiwände für Jugendliche (75.000 Euro) oder Pflanzmaßnahmen entlang des Wiblinger Rings (45.000 Euro) zeigen, wie vielseitig das STEK zur Aufwertung des Stadtteils beiträgt.

Große Vorhaben wie der UWS-Neubau mit Sozialraumkita und Familienzentrum, der erste Bauabschnitt des Albert-Einstein-Schulzentrums und das sogenannte Stadtteilhaus sind in dieser Summe noch nicht enthalten. Bis zum Jubiläum zu 100 Jahren Eingemeindung von Wiblingen im Jahr 2027 sollen viele dieser Projekte im Bau sein und spürbare Verbesserungen im Stadtteil mit sich bringen.
„Die umgesetzten STEK-Maßnahmen sind eine echte Bereicherung für Wiblingen. Die Ausgaben sind hier gut angelegtes Geld“, sagt Burkhard Siemoneit, Sprecher des Stadtteilforums Wiblingen.