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Rote Karte für Störstoffe in der Biotonne: Kontrollen starten am 4. Mai 2026

Ein roter Anhänger hängt an einer Biomülltonne

Ab dem 4. Mai 2026 zeigen die Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm (EBU) bei der Biotonne klar Flagge – oder besser gesagt: die rote Karte. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn Plastik, Glas und Co. im Biomüll landen. Ziel der Kampagne ist es, die Qualität des Biomülls zu verbessern – gemeinsam mit den Ulmerinnen und Ulmern. Die Rote Karte macht sichtbar, wo im Biomüll noch nachgebessert werden muss – und warum saubere Trennung wichtiger ist denn je.

 

Denn Biomüll ist zu schade für Plastik und Co.

Biomüll ist ein echter Wertstoff. Aus ihm entsteht hochwertiger Kompost für Landwirtschaft und Gartenbau. Doch das funktioniert nur, wenn er auch wirklich bio ist. Plastikverpackungen, kompostierbare Plastiktüten, Glas oder Metall stören diesen Kreislauf erheblich. Sie machen die Verarbeitung aufwendiger, treiben die Kosten in die Höhe und verschlechtern das Ergebnis.

Sauberer Biomüll – eine gemeinsame Verantwortung

„Saubere Bioabfälle sind kein „Nice-to-have“, sondern gesetzliche Pflicht“, erklärt EBU-Betriebsleiter Thomas Mayer. Die Abfallwirtschaftsbetriebe sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der gesammelte Biomüll möglichst frei von Störstoffen ist. Nur so können gesetzliche Vorgaben eingehalten, Umweltbelastungen reduziert und Entsorgungskosten stabil gehalten werden.

Gleichzeitig gilt: Gute Mülltrennung beginnt zuhause. Wer Bioabfälle richtig trennt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz – ganz einfach im Alltag.

So funktioniert die rote Karte:
Bei Fehlbefüllung bleibt die Biotonne stehen und erhält die rote Karte. Die wichtigsten Informationen – auch in sieben Fremdsprachen – stehen direkt darauf. Wichtig: Die Freischaltung erfolgt erst nach Kontakt mit dem Service Center der EBU. Danach gibt es zwei Optionen: nachsortieren und zur nächsten regulären Biomüllabfuhr bereitstellen oder eine Sonderleerung als Restmüll für 25 Euro zuzüglich Leerungsgebühr beauftragen.

Damit es in Zukunft klappt mit der Biomülltrennung, findet sich auf der Roten Karte nochmals eine leicht verständliche Darstellung, was in die Biotonne gehört – und was nicht. Ziel ist es, gemeinsam besser zu werden und die Qualität des Biomülls nachhaltig zu steigern.

Der Appell der EBU:
In die Biotonne gehören ausschließlich organische Abfälle – am besten lose oder in Papier verpackt. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit wird aus Küchen- und Gartenabfall wertvolle Ressource. Die rote Karte hilft dabei – fair, transparent und im Sinne einer sauberen Zukunft.