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Neutorbrücke: Vollsperrung für Kfz am Samstag, 9. Mai 2026

Von 6 - 18 Uhr zum Einbau einer Höhen- und Breitenbegrenzung

Die Neutorbrücke mit ihren zwei spitzen Türmchen links und rechts auf der Brückenmitte.

Am Samstag, 9. Mai, ist die Neutorbrücke von 6 bis 18 Uhr für den Kfz-Verkehr voll gesperrt. Grund ist der Aufbau einer neuen Höhen- und Breitenbegrenzung. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende können die Brücke weiterhin nutzen, alternativ steht die Kienlesbergbrücke zur Verfügung.

Mit der Maßnahme reagiert die Stadt auf ein zunehmendes Problem: Trotz bestehender Beschränkung auf 3,5 Tonnen nutzen täglich unerlaubt schwere Lkw die Brücke. Hintergrund ist unter anderem die aktuelle Verkehrssituation mit der Sperrung auf der B10, wodurch zusätzlicher Umleitungsverkehr entsteht. Weiträumige Umleitungen sind ausgeschildert, werden aber nicht durchgehend eingehalten. Teilweise wurden bis zu 70 unerlaubte Durchfahrten pro Tag gezählt.

Provisorische Engstellen wurden wiederholt beschädigt oder verschoben, sodass die Durchfahrt für Lkw immer wieder möglich war. Die neue Konstruktion aus massiven Betonblöcken und einem Stahlrahmen begrenzt die Durchfahrt künftig auf 2,10 Meter Breite und 3,0 Meter Höhe je Fahrtrichtung. Damit wird es baulich verhindert, dass Lkw die Brücke befahren.

Umleitungsempfehlung Vollsperrung Neutorbrücke am 9. Mai 2026 von 6-18 Uhr

Umleitungsempfehlung Vollsperrung Neutorbrücke am 9. Mai 2026 von 6-18 Uhr

Für den Verkehr bedeutet das:

  • Die Neutorbrücke ist am 9. Mai von 6 bis 18 Uhr für Kfz gesperrt
  • Umleitung vom Eselsberg und Michelsberg Richtung Innenstadt über „Am Bleicher Hag“ und die Lupferbrücke
  • Umleitung aus der Innenstadt über die Ludwig-Erhard-Brücke auf die B10
  • Fuß- und Radverkehr können die Brücke weiterhin nutzen


Hintergrund der Maßnahme ist der Zustand der Brücke. Die Neutorbrücke stammt aus dem Jahr 1906 und ist statisch nicht für heutige Verkehrsbelastungen ausgelegt. Für hohe Lasten kann die Standsicherheit nicht gewährleistet werden. Schäden wie Korrosion am Stahlfachwerk sowie Risse an tragenden Bauteilen haben sich in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert.

Eine vollständige Sperrung der Brücke ist derzeit keine Option, da sie eine zentrale Verbindung zwischen Eselsberg, Michelsberg und Innenstadt darstellt. Ohne diese Verbindung würde sich der Verkehr auf andere Achsen verlagern und das Netz insgesamt deutlich stärker belasten. Um das Bauwerk bis zu einer Sanierung weiter nutzen zu können, muss die Belastung jedoch konsequent begrenzt werden.

„Die umfangreiche Beschilderung und bislang ergriffenen Maßnahmen zur Verdeutlichung des Tonnagebeschränkung reichen hier leider nicht aus. Wir sehen, dass Regeln ignoriert werden und sich der Zustand der Brücke dadurch weiter verschlechtert. Deshalb setzen wir jetzt auf eine bauliche Lösung, die das verhindert“, sagt Michael Jung, Hauptabteilungsleiter Verkehrsplanung und Straßenbau, Grünflachen, Vermessung.

In den Sommerferien ist der Einbau einer endgültigen, fest verankerten Höhen- und Breitenbegrenzung vorgesehen. Im Gegensatz zum aktuellen Provisorium wird diese Lösung im Boden fundamentiert und ist damit auch bei Anprallereignissen nicht verschiebbar.

Zudem kommen speziell angepasste Fertigteile zum Einsatz, die sich besser in das Umfeld des denkmalgeschützten Bauwerks einfügen. Damit wird neben der Verkehrssicherheit auch der gestalterische Anspruch im sensiblen Umfeld der historischen Brücke berücksichtigt.

Für den Einbau ist eine einwöchige Vollsperrung der Neutorbrücke erforderlich (voraussichtlich KW 35 oder 36).

Parallel dazu lässt die Stadt das Bauwerk vertieft untersuchen und statisch nachrechnen. Auf dieser Grundlage wird ein Konzept für die Sanierung erarbeitet. Aufgrund der Lage über elektrifizierten Bahnstrecken und des Denkmalschutzes erfordert die Planung und Umsetzung einen langen Vorlauf.