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Wissenschaftsstadt
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Wissenschaftsstadt Ulm Die Idee ist bereits 20 Jahre alt und hat doch nichts von ihrer Attraktivität und Aktualität verloren. In der Wissenschaftsstadt Ulm arbeiten Wissenschaftler und Unternehmer für den gemeinsamen Erfolg. Das 1986 initiierte Projekt ist ein einzigartiges Kooperationsmodel: Im räumlichen Nebeneinander von Universität, Fachhochschule, DaimlerChrysler-Forschungszentrum, Science Park und den vom Land und der Wirtschaft gemeinsam getragenen An-Instituten hat sich eine Drehscheibe für den Austausch von Know how und Ideen in Gang gesetzt, die den Technologietransfer in der Wirtschaft geradewegs umsetzt.
Die Verzahnung zwischen Forschung und Wirtschaft steht dabei im Mittelpunkt des Handelns, der Wille, neue Technologien gemeinsam zu entwickeln und wirtschaftlich zu nutzen. Dabei hat man durch räumliche Konzentration auf dem Oberen Eselsberg und intensive Zusammenarbeit zwischen Universität und den ihr angeschlossenen Forschungsinstituten einerseits und innovativen Unternehmen andererseits die Basis für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort gelegt.
Heute, nach zwei Jahrzehnten, ist die Universität samt Klinikum der größte Arbeitgeber am Ort, arbeiten mehr als 8.600 Menschen für Unternehmen und Einrichtungen in der Wissenschaftsstadt, die meisten von ihnen als hochqualifizierte Fachkräfte. Dank dieses Erfolgs hat Ulm den Strukturwandel von der Industrie- zur Wissenschaftsstadt weitgehend vollzogen. Auch als Hochschulstandort ist die Münsterstadt inzwischen etabliert: Über 10.000 junge Leute studieren an der hiesigen Universität oder an einer der beiden Fachhochschulen in Ulm beziehungsweise im benachbarten Neu-Ulm. Anders als viele deutsche Städte verzeichnet Ulm seit Jahren deutliche Zuwanderungsgewinne, dieser Trend setzt sich fort.
Erfolg lässt sich nicht zwingen, aber man kann die Rahmenbedingungen optimieren: Die Stadt hat das Projekt Wissenschaftsstadt durch eigene Maßnahmen von Anfang an aktiv begleitet. Dazu gehören die Bereitstellung von Flächen, Ausweisung neuer Wohngebiete, neue Messe-, Kongress- und Tagungsmöglichkeiten, die Aufwertung der Innenstadt (Stadthaus, Stadtbibliothek) und die Gründung der Projektentwicklungs-gesellschaft Ulm, zu deren Aufgaben die Vermarktung der Science Parks gehört. Die Innovationsoffensive, die Neugestaltung der Neuen Straße und die Planungen für den Science Park III stehen für Kontinuität und den festen Willen der Stadt, die erfolgreiche Entwicklung der Wissenschaftsstadt weiter voran zu treiben.

