Kopfnavigation:
Inhalt:
Straßenbahn Linie 2 - Anschluss Zukunft
Die Stadt Ulm und die SWU Verkehr setzen beim Bau der neuen Straßenbahnstrecke vom Kuhberg zur Wissenschaftsstadt auf einen umfassenden Bürgerdialog. Im offenen Meinungsaustausch sollen mögliche Vorbehalte und Anregungen aus der Bürgerschaft diskutiert werden.
"Wir wollen die neue Straßenbahnlinie mit den Ulmer Bürgern umsetzen", erklärt Alexander Wetzig. "Deshalb ist es uns wichtig, Einstellungen und Anregungen zur neuen Straßenbahnlinie möglichst früh kennen zu lernen, damit wir diese prüfen und gegebenenfalls im weiteren Planungsprozess berücksichtigen können."
"Wir wollen die neue Straßenbahnlinie mit den Ulmer Bürgern umsetzen", erklärt Alexander Wetzig. "Deshalb ist es uns wichtig, Einstellungen und Anregungen zur neuen Straßenbahnlinie möglichst früh kennen zu lernen, damit wir diese prüfen und gegebenenfalls im weiteren Planungsprozess berücksichtigen können."
"Mit seiner Entscheidung, die Planung der Linie 2 voranzutreiben, hat der Gemeinderat die Weichen für ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept gestellt. Dieses Konzept verzahnt die Straßenbahn mit den Buslinien und erfüllt so die steigenden Mobilitätsanforderungen in unserer Stadt", ergänzt Ingo Wortmann. Mit Beginn der Bauzeit sei auch mit Unbequemlichkeiten zu rechnen, die Geduld und Ausdauer verlangten. "Es geht uns darum, die Belange von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern früh zu erkennen, um den Bauablauf und die Verkehrsführung nach Möglichkeit anpassen zu können. Diese Ansprüche lassen sich nur im frühzeitigen, engen Dialog mit den Bürgern erreichen", unterstreicht Wortmann. Eine Kommunikationsagentur leistet dabei professionelle Unterstützung, wie bei vergleichbaren Projekten in Ulm.
Mehrstufiger Dialogprozess mit Internetplattform,
Bürgergesprächen und Streckenbegehungen
Bürgergesprächen und Streckenbegehungen
In mehreren Bürgerinformationsveranstaltungen werden der aktuelle Planungsstand präsentiert und diskutiert. Ergänzt wird dieser Dialog durch diese Bausteine:
- Unter der Adresse www.linie2-ulm.de werden interessierte Bürger über die neue Straßenbahnlinie informiert. Die Website bietet unter anderem Hintergrundberichte, Streckenpläne und Meldungen zum Projektstand. Zudem können sich interessierte Bürger hier direkt am Dialog beteiligen, indem sie ihre Fragen stellen, die von den zuständigen Fachverantwortlichen der SWU beantwortet werden.
- Vorgesehen sind Einzel- und Gruppengespräche mit Anwohnern sowie mit Vertretern von Verbänden und der Stadtöffentlichkeit. Die Gespräche begannen mit der Bürgerinformationsveranstaltung am 15. September. Sie werden von einer Kommunikationsagentur moderiert und ausgewertet. Ziel dabei ist es, auch Ideen und Anregungen von Ulmer Bürgern zu erfassen, die nicht an den öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.
- Der Bürgerdialog umfasst zudem mehrere Begehungstermine entlang des geplanten Streckenverlaufs. Hierbei können Anwohner Detailfragen an Ort und Stelle mit Fachverantwortlichen der SWU erörtern.
Bürgerbeteiligung beim Architekturwettbewerb Kienlesbergbrücke
Mitreden können Ulmer Bürger darüber hinaus bei einem Architekturwettbewerb rund um die notwendige Brücke über die Bahngleise beim Kienlesberg. Diese Brücke wird vom SWU-Haus aus in Richtung der Straße „Beim Alten Fritz“ führen. Mit der europaweiten Bekanntmachung des Wettbewerbs im August 2011 können sich nun Architekten und Ingenieure für den Bau qualifizieren. Die Entwürfe sollen technisch machbare und ästhetisch ansprechende Lösungen für eine Überquerung durch die geplante Straßenbahnlinie sowie für Fußgänger und Radler aufzeigen. Die Vorschläge der teilnehmenden Planungsbüros wurden im Dezember 2011 eingereicht. Nach dem Abschluss des Wettbewerbsverfahrens Ende Februar 2012 werden Ulms Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den Siegerentwurf und den Stand der Planungen informiert. In dieser Veranstaltung – voraussichtlich im März 2012 – werden Meinungen und Anregungen der Bürger aufgenommen und gebündelt. Entsprechend aufbereitet, fließen sie in den weiteren Planungsprozess ein. Wie dies im Detail geschehen kann, wird derzeit erarbeitet und kommuniziert, sobald Ergebnisse vorliegen.
Baubeschluss könnte 2013 gefasst werden
Der Gemeinderat hat am 30. März 2011 die SWU Verkehr mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Linie 2 beauftragt. Das Vorhaben umfasst den Neubau einer 9,3 Kilometer langen Gleisstrecke und die Erweiterung des Verkehrsbetriebshofs in der Ulmer Weststadt. Wenn die Planung unter Einbezug des Bürgerdialogs fertig gestellt ist und das anschließende Genehmigungsverfahren reibungslos durchlaufen wird, könnte der Beschluss zum Bau der neuen Strecke 2013 gefasst werden. Ein erster Abschnitt könnte dann bis zum Jahr 2016 fertig sein. Der Bau von Gleisen und Haltestellen und die Erweiterung des Betriebshofs erfordern Investitionen in Höhe von rund 115 Millionen Euro. Nach Abzug der zu erwartenden Fördermittel von Bund und Land müsste die Stadt Ulm rund 50,2 Millionen Euro aus Eigenmitteln finanzieren. Vollständig selbst finanzieren müsste die SWU Verkehr die Anschaffung zusätzlicher Straßenbahnen. Bis zu 14 Wagen sind nötig, um die neue Linie zu bedienen.
Unter folgendem Link finden Sie umfassende Informationen rund um die Linie 2

