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Dank für die geleistete Arbeit
Oberbürgermeister Ivo Gönner hat am 19. Juli 2012 im Rathaus Bürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle nach achtjähriger Amtszeit verabschiedet und ihr für ihre Arbeit im Dienste der Stadt Ulm gedankt. Sie habe wichtige Entwicklungen der Stadtgesellschaft frühzeitig erkannt, diese aktiv gestaltet und dabei engagiert eigene Akzente gesetzt.
Die 56-jährige diplomierte Verwaltungswirtin hatte als erste weibliche Bürgermeisterin der Stadt Ulm im September 2004 die Leitung der beiden Fachbereiche Kultur sowie Bildung, Sport und Soziales übernommen. Diese umfassen mehr als die Hälfte der städtischen Beschäftigen.
Im sozialen Bereich hat sie das Prinzip der Sozialraumorientierung konsequent und erfolgreich umgesetzt. Diesen Ansatz, mit dem in der Jugendhilfe begonnen wurde, setzte sie mit der Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung und mit der Seniorenplanung fort. Ihr Leitbild war es dabei, die Menschen im Stadtteil zu befähigen, ein möglichst selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen. Weitere Schritte auf diesem Weg waren zum Beispiel die Frühen Hilfen und der Kinderschutz in der Jugendhilfe, die Stärkung der Psychiatrieplanung durch den Aufbau des Gemeindepsychiatrischen Verbundes, das Mehrgenerationenhaus am Eselsberg und die Gründung des Vereins TrotzDem – würdiges Leben trotz Demenz. Für TrotzDem wird Mayer-Dölle auch weiterhin als Vorsitzende tätig sein.
In den Bereichen Kinderbetreuung und Bildung setzte sie den Schwerpunkt bei Chancengerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Ulm. Hier ist ihr der bedarfsgerechte Ausbau der Ganztagsbetreung in den Stadtteilen, insbesondere für Kinder von 0 bis 3 Jahren und im Grundschulalter, gelungen. Mit der Einrichtung des Bildungsbüros und des Bildungsnetzwerks außerschulischer Lernorte, zum Beispiel kulturelle Bildung, hat sie die Rolle der Stadt bei der aktiven Gestaltung der Ulmer Bildungslandschaft entscheidend gestärkt.
Im Bereich der Kultur sah Mayer-Dölle neben der spezifischen Ausrichtung auch die übergreifende gesellschaftspolitische Verantwortung der städtischen Kultureinrichtungen und der freien Kulturszene. Mit den Ulmer Denkanstößen hat sie zusammen mit der Universität und einer Genossenschaftsbank aktuelle Themen der Geisteswissenschaften ins Stadthaus und damit in die Öffentlichkeit der Stadtgesellschaft gebracht. Ein besonderes Anliegen war es ihr, das Archiv der ehemaligen Hochschule für Gestaltung (HfG) im November 2011 zurück in das Gebäude der ehemaligen HfG zu holen.
Mit der Idee und dem Konzept für die „internationale Stadt“ im Januar 2012 hat sie eine Perspektive für die Gestaltung der kulturellen Vielfalt in Ulm in den nächsten Jahren aufgezeigt.
Mayer-Dölle bedankte sich herzlich bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und wünscht ihnen alles Gute für ihre Zukunft.

