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Sonnwendplatz
Sonnwendplatz
Im Zuge des ökologischen Programms „Kulturlandschaft Hochsträß“ wurde Ende des Jahres 1989 auf dem Grundstück des ehemaligen örtlichen Wasserhochbehälters ein Trockenbiotop erstellt. Aufgrund der Topographie des Grundstücks und seiner markanten Lage die von Weitem einsehbar ist, sowie der Notwendigkeit der Schaffung eines geeigneten Platzes für das in Ermingen traditionelle Funkenfeuer wurde die Idee geboren, einen Sonnwendplatz zu realisieren.
Die wissenschaftliche Vorgabe war das berühmte Stonehenge in Südengland (Kultstätte der Jungsteinzeit und frühen Bronzezeit). Bei diesem Erminger „Miniatur-Stonehenge“ handelt es sich um 12 Steinstelen (12 Monate), die kreisförmig in einem Radius von 12 Metern angeordnet sind. Die Steine sind so plaziert, daß sowohl eine geographische Ost-West-Richtung als auch eine geographische Nord-Süd-Richtung eingehalten wird. An den Tagen der Sommer- und Wintersonnwende werden innerhalb des Steinkreises bestimmte Punkte durch das steinerne Tor hindurch angestrahlt. Die Sonnenwenden sind die Umkehr in der Deklinationsbewegung der Sonne, die am 22. Juni bei der größten nördlichen Deklination (Sommeranfang) und am 22. Dezember bei der größten südlichen Deklination (Winteranfang) der Sonne eintritt.
Dieser Platz bildet nun einen angemessenen Rahmen für das Abbrennen des Funkenfeuers und garantiert gleichzeitig, daß die Tradition des Funkensonntags auch für die nachfolgenden Generationen ersichtlich bleibt. Mit dem Abbrennen des Funkenfeuers wird stets am 1. Fastensonntag (Invokabit, 6.Sonntag vor Ostern) symbolisch der Winter vertrieben und um eine gute Ernte nachgesucht.
Dieser Brauch geht über 150 Jahre zurück und fand seinen Ursprung wohl in der Bibelstelle Johannes 18,4. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser in Oberschwaben weit verbreitete Brauch eingestellt und mancherorts durch das Feiern der Sommersonnwende im Juni ersetzt. Erst einige Jahre nach Kriegsende besann sich die Bevölkerung wieder dieser alten Tradition. In Ermingen wird der Funkensonntag regelmäßig abgehalten.
Die wissenschaftliche Vorgabe war das berühmte Stonehenge in Südengland (Kultstätte der Jungsteinzeit und frühen Bronzezeit). Bei diesem Erminger „Miniatur-Stonehenge“ handelt es sich um 12 Steinstelen (12 Monate), die kreisförmig in einem Radius von 12 Metern angeordnet sind. Die Steine sind so plaziert, daß sowohl eine geographische Ost-West-Richtung als auch eine geographische Nord-Süd-Richtung eingehalten wird. An den Tagen der Sommer- und Wintersonnwende werden innerhalb des Steinkreises bestimmte Punkte durch das steinerne Tor hindurch angestrahlt. Die Sonnenwenden sind die Umkehr in der Deklinationsbewegung der Sonne, die am 22. Juni bei der größten nördlichen Deklination (Sommeranfang) und am 22. Dezember bei der größten südlichen Deklination (Winteranfang) der Sonne eintritt.
Dieser Platz bildet nun einen angemessenen Rahmen für das Abbrennen des Funkenfeuers und garantiert gleichzeitig, daß die Tradition des Funkensonntags auch für die nachfolgenden Generationen ersichtlich bleibt. Mit dem Abbrennen des Funkenfeuers wird stets am 1. Fastensonntag (Invokabit, 6.Sonntag vor Ostern) symbolisch der Winter vertrieben und um eine gute Ernte nachgesucht.
Dieser Brauch geht über 150 Jahre zurück und fand seinen Ursprung wohl in der Bibelstelle Johannes 18,4. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser in Oberschwaben weit verbreitete Brauch eingestellt und mancherorts durch das Feiern der Sommersonnwende im Juni ersetzt. Erst einige Jahre nach Kriegsende besann sich die Bevölkerung wieder dieser alten Tradition. In Ermingen wird der Funkensonntag regelmäßig abgehalten.
© Stadt Ulm
Biotop und Aussichtspunkt, der Sonnwendplatz © Stadt Ulm
"Porta Solstitium ex Ermingen" Sonnwendtor Ermingen 
