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Notinseln helfen Kindern in Nöten
Drei stilisierte Kinderköpfe, darunter der Schriftzug "Notinsel": So sind seit 2004 auch in Ulm Einzelhandelsgeschäfte, Praxen, Banken und andere Einrichtungen von außen gekennzeichnet, die die bundesweite Aktion Notinsel der Stiftung Hänsel+Gretel unterstützen und Kindern in Not Zuflucht bieten. 194 solcher Notinseln gibt es inzwischen in Ulm. 67 von ihnen haben an der jüngsten Umfrage teilgenommen, bei der die Stadt und die Stiftung im zweijährigen Turnus nach Erfahrungen und Verbesserungsvorschlägen fragen.
In 21 Fällen wurde von konkreten Notfällen berichtet, in denen sich Kinder an die Geschäftsinhaber oder deren Mitarbeiter gewandt haben. Mal ging es darum, dass einem Kind schlecht geworden war, ein anderes Mal musste eine Wunde verarztet werden. Aber auch Kinder, die beim Einkaufen in der Stadt die Eltern verloren hatten, die sich vor einem Hund fürchteten oder von Mitschülern drangsaliert wurden, haben sich hilfesuchend in den Geschäften und Praxen mit dem Zeichen im Schaufenster gemeldet.
Die Stadt Ulm unterstützt die Aktion: Regelmäßig werden die Eltern der Schulneulinge angeschrieben, über die "Notinsel"-Aktion informiert und gebeten, mit ihrem Kind auf dessen Schulweg gezielt auf die Notinsel-Aufkleber im Schaufenster zu achten und sie ihren Kindern zu erklären. Auch Vorschläge an die Stadt für weitere Notinseln sind willkommen: Die Stadt bemüht sich, Geschäftsinhaber direkt anzusprechen, um Lücken im Insel-Netz zu schließen. Der am häufigsten geäußerte Verbesserungswunsch der Notinsel-Partner lautete: Die Aktion müsste noch bekannter werden.

