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Tunnel oder Tiefgarage
Rückbaukonzepte der 70er Jahre
Die Probleme, die das überdimensionierte graue Band der Neuen Straße im Herzen der Stadt verursachte, wurden schon in einer Zeit erkannt, als der Glaube an die autogerechte Stadt noch ungebrochen war.
So wurden schon 1973 im Rahmen eines Ergänzungsgutachtens Innenstadt Ulm-Donau Überlegungen angestellt - vier Jahre vor der endgültigen Fertigstellung der Neuen Straße im Bereich des Cafe Gindele.
So wurden schon 1973 im Rahmen eines Ergänzungsgutachtens Innenstadt Ulm-Donau Überlegungen angestellt - vier Jahre vor der endgültigen Fertigstellung der Neuen Straße im Bereich des Cafe Gindele.
© Stadt Ulm
1975 beschloss der Ulmer Gemeinderat ein Innenstadtkonzept, das auch für die Neue Straße Maßnahmen vorsah:
Die Altstadtgebiete nördlich und südlich der Neuen Straße sollen, soweit möglich, wieder zu einer räumlich funktionalen Einheit verbunden werden.
Die Altstadtgebiete nördlich und südlich der Neuen Straße sollen, soweit möglich, wieder zu einer räumlich funktionalen Einheit verbunden werden.
Dazu soll der platzartig trennende Straßenraum der Neuen Straße zwischen Sattlergasse und Donaustraße durch städtebauliche Maßnahmen in Verbindung mit einer Verkehrsreduzierung oder Absenkung der Fahrbahn eingeengt werden.
1977 wurden im Rahmen eines Architektenwettbewerbes Ideen für die Umgestaltung der Neuen Straße in Zusammenhang mit einer Untertunnelung erarbeitet. Aus Kostengründen wurde dieses Vorhaben zunächst nicht weiterverfolgt.
1977 wurden im Rahmen eines Architektenwettbewerbes Ideen für die Umgestaltung der Neuen Straße in Zusammenhang mit einer Untertunnelung erarbeitet. Aus Kostengründen wurde dieses Vorhaben zunächst nicht weiterverfolgt.
© Stadt Ulm
Im April 1985 beschloss der Gemeinderat die Aufnahme des Projektes in ein Programm zur Verbesserung der Stadtqualität.
Neben einem Straßentunnel zwischen Hotel Goldenes Rad und Cafe Gindele sollte auch eine Tiefgarage gebaut werden.
1990 wurde der Bau des etwa 100 Millionen Mark teuren Projektes beschlossen.
1990 wurde der Bau des etwa 100 Millionen Mark teuren Projektes beschlossen.
© Stadt Ulm
Ein Architektenwettbewerb lieferte Ideen zur Neugestaltung der frei werdenden Verkehrsflächen.
Der Bürgerentscheid von 1990
Unmittelbar nach dem Baubeschluss setzte eine Bürgerinitiative mittels einer Unterschriftensammlung einen Bürgerentscheid mit
dem Ziel durch, das Tunnelprojekt zu verhindern.
Am 16.12. 1990 stimmten 81,5% der Bürgerschaft gegen das Tunnelprojekt. Unter anderem wurde befürchtet, dass das Tunnelbauwerk noch mehr Durchgangsverkehr anziehen würde.
Dies hätten vor allem die nicht untertunnelten Bereiche der Neuen Straße westlich des Hotels Goldenes Rad und östlich des Cafe Gindele zu spüren bekommen.
dem Ziel durch, das Tunnelprojekt zu verhindern.
Am 16.12. 1990 stimmten 81,5% der Bürgerschaft gegen das Tunnelprojekt. Unter anderem wurde befürchtet, dass das Tunnelbauwerk noch mehr Durchgangsverkehr anziehen würde.
Dies hätten vor allem die nicht untertunnelten Bereiche der Neuen Straße westlich des Hotels Goldenes Rad und östlich des Cafe Gindele zu spüren bekommen.
Verkehrsentwicklungsplan 1995
Nach dem Scheitern des Tunnelprojektes wurde von 1992 bis 1994 ein neuer Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet, der 1995 von den Städten Ulm und Neu-Ulm gemeinsam beschlossen wurde. Demnach sollte die Neue Straße zwischen Donaustraße und Friedrich-Ebert-Straße kurzfristig auf zwei Fahrbahnen zuzüglich zwei Spuren für den ÖPNV zurückgebaut und langfristig zur Fußgängerzone umgestaltet werden.

