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Drei neue Gebäude im Herzen Ulms
Das Kaufhaus Münstertor
Der Architekt Stephan Braunfels (München / Berlin) baut zwei der drei geplanten Gebäude in der Neuen Straße in Ulm. In einem Gutachterverfahren im Jahre 2003 entschieden sich die beiden Investoren, eine Immobilienfirma eines großen Möbelhauses aus Senden (Firma Inhofer) und die Ulmer Sparkasse für die Entwürfe Braunfels', der zuletzt mit der Münchner "Pinakothek der Moderne" für Furore gesorgt hatte.
Stephan Braunfels entwarf an der Schnittstelle der Neuen Straße zum Münsterplatz ein keilförmiges Gebäude, das der Firma Aufgust Inhofer Wohnbau einem kleinen, aber feinen Markenkaufhaus dienen wird. Die Reduzierung auf einen klaren Baukörper und die Fassade aus samtig grauem Sichtbeton und Glas sprechen eine klassisch moderne Architektursprache, mit der das Gebäude vom Stadthaus zu den weiteren Bauten der Neuen Straße überleitet. Seit Februar 2005 wird gebaut und noch im Jahre 2006 soll die Eröffnung sein.
© Stadt Ulm
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Das Dienstleistungsgebäude der Sparkasse
Das zweite Gebäude, direkt daneben und schräg gegenüber dem historischen Ulmer Rathaus gelegen, wird von der Ulmer Sparkasse gebaut. Braunfels´Entwurf überzeugt durch die Komposition zweier schlanker Bauteile, die in Höhe und Gliederung auf die Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung reagieren. Das Haus öffnet sich mit einer großzügigen Erschließungshalle zum Hans-und-Sophie-Scholl-Platz. Im Erdgeschoss wird sich eine Multifunktionsfläche für Marketingpräsentationen und Bankdienstleistungen der Sparkasse sowie ein Angebot an Einzelhandelsflächen befinden. Das neue Gebäude dient dem gegenüberliegenden Hauptsitz der Sparkasse als Kompetenz-Center vorwiegend für gewerbliche Kundschaft und Privatkunden. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2006 geplant.
© Stadt Ulm
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Die Kunsthalle Weishaupt
Ein wichtiger Baustein, sowohl für das Projekt Neue Straße als auch für die "Kulturmeile" der Innenstadt Ulms, ist das auf dem östlichen Grundstück geplante Ausstellungsgebäude für die Sammlung Weishaupt. Der Unternehmer aus Schwendi baut zwischen dem städtischen Museum und der nördlichen Geschäftszeile Neue Straße eine Kunsthalle für seine private Kunstsammlung, die moderne Malerei und Skulpturen umfasst. Der keilförmige, dem Städtebau angepasste Gebäudeentwurf stammt aus dem Münchner Architekturbüro WWA – Wolfram Wöhr Architekten. Seit Ende Mai 2005 ist die Baustelle in Betrieb. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2007 gerechnet.
"... ein Gebäude, das dem Kunstobjekt eine Chance gibt", mit diesen Worten beschreibt Siegried Weishaupt selbst den Gebäudeentwurf, dessen Architektur des Gebäudes klar strukturiert ist. Entsprechend den Funktionen ist der Entwurf in drei Baukörper aufgeteilt, die die unterschiedlichen Nutzungen ablesbar machen: einen geschlossenen Kubus, der den eigentlichen Ausstellungsteil – im 1. Stock den Grafiksaal und im 2. Obergeschoss den großen, mit Oberlicht versehenen Ausstellungssaal – umschließt, einen höheren Gebäudeteil im östlichen Bereich des Gebäudes mit den Nutzungen Verwaltung und Anlieferung sowie einen gläsernen Erschließungstrakt auf der Südseite, in dem eine große, einläufige Treppe über alle drei Geschosse nach oben führt. Eine Skulpturenterrasse auf der Nordseite trennt den Ausstellungsteil und die Verwaltung und bietet zugleich den in Ulm so wichtigen Münsterblick. Im Erdgeschoss befinden sich im östlichen Bereich Flächen für Einzelhandel. Der Haupteingang zum neuen Ausstellungsgebäude und dessen Foyer orientieren sich zum neuen Platz vor dem Rathaus, dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz. Das gesamte Erdgeschoss unterstreicht in Form eines gläsernen Sockels den einladenden Charakter des Hauses.
© Stadt Ulm
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Neue Mitte Ulm
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Die drei Neubauten von Stephan Braunfels und Wolfram Wöhr ergänzen mit ihrer Architektursprache die Reihe der modernen Bauten in der Ulmer Innenstadt wie das Stadthaus von Richard Meier, die neue Zentralbibliothek von Gottfried Böhm und die Erweiterung des Ulmer Museums von Raupp / Manderscheidt in hervorrragender Weise. Im Zusammenhang mit dem neuen Hans-und-Sophie-Scholl-PLatz vor dem Rathaus stellen die Gebäude auf der Neuen Straße mit ihren Nutzungen ein wichtiges Verbindungsglied der Innenstadt um das Münster und dem Marktplatz dar.

