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Neues aus der Neuen Straße
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© Stadt Ulm
Als die Ulmer nach der Zerstörung ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg mit dem Wiederaufbau begannen, legten sie mit der Neuen Straße eine bis zu sieben Fahrspuren breite Verkehrsachse in den mittelalterlichen Altstadtkern. Und weil die bis zu 30 m breite Autoschneise das Stadtzentrum zwischen dem Rathaus im Süden und dem Münster im Norden teilte, wurde nach etwa 50 Jahren die Umgestaltung der Neuen Straße und der Bau einer Tiefgarage mit einer Grundfläche von 13.000 qm beschlossen. Das Bauvorhaben ermöglichte dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg seine größte Stadtkerngrabung, die jemals in Angriff genommen wurde.
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit ermöglichten die Einstellung von über 60 Personen, die mit einem gut qualifizierten und hoch spezialisierten Führungsteam die Ausgrabungen in der Neuen Straße durchführen. Der Einsatz modernster digitaler Dokumentationsmethoden, die breit angesetzte Öffentlichkeitsarbeit und das Zeitkorsett im Zusammenhang mit dem räumlich und zeitlich eng verzahnten Bau der Tiefgarage stellen eine große Herausforderung dar.
Für die Mittelalterarchäologie ist diese Großgrabung ein Glücksfall.
Sie berührt im Westen den Grenzbereich der königlichen Pfalz und im Osten die stauferzeitliche Stadtbefestigung. Dazwischen liegt das politische und wirtschaftliche Zentrum Ulms im hohen und späten Mittelalter.
Landesdenkmalamt Baden-Württemberg
Arbeitsstelle Ulm
Neue Straße 34
89073 Ulm
Deutschland
Telefon: 0731 - 602 15 71
Arbeitsstelle Ulm
Neue Straße 34
89073 Ulm
Deutschland
Telefon: 0731 - 602 15 71

