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Preise für Eigentumswohnungen in Ulm ziehen an
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hatte keine negativen Auswirkungen auf die Immobilienpreise in Ulm. Im Gegenteil: Vor allem im Bereich der Eigentumswohnungen ist ein deutlicher Anstieg der Preise festzustellen. Diese Entwicklung zeichnet der Gutachterausschuss für die Ermittlung von Grundstückspreisen auf. Sein jährlich vorgelegter Grundstücksmarktbericht ist ein Gradmesser für die Entwicklung der Immobilienpreise. Der Bericht leitete sich aus den Kaufverträgen ab, die im zurückliegenden Jahr in Ulm geschlossen wurden.
Für Leonard Kiel, Vorsitzender des ehrenamtlich arbeitenden Gutachterausschusses, und Klaus Miller, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses bei der Stadt Ulm, ist diese Entwicklung völlig nachvollziehbar. Zum Einen sind die Hypothekenzinsen auf einem historischen Tiefstand - zum Anderen ist das Vertrauen in die langfristige Geldwertstabilität durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten gesunken.
Das führte vor allem auf dem Eigentumswohnungsmarkt zu verstärkter Nachfrage und höheren Preisen. Gegenüber 2008 stiegen die Preise für bereits genutzte Wohnungen um durchschnittlich 7 Prozent. Wer sich für eine Neubauwohnung entschied, musste durchschnittlich 14 Prozent mehr Geld bezahlen als im Jahr zuvor.
2009 wechselten im Stadtgebiet 1378 Kaufverträge ihren Besitzer. 1367 waren es im Jahr zuvor - die Fluktuation auf dem Ulmer Grundstücksmarkt ist demnach im letzten Jahrzehnt auf einem relativ stabilen Niveau. Starke Preisanstiege wie bei den Eigentumswohnungen gab es in den übrigen Sparten allerdings nicht zu verzeichnen. Die beim Verkauf von Reihenhäusern, Doppelhaushälften und freistehenden Einfamilienhäusern erzielten Preise bewegten sich nur wenig bis leicht nach oben. Vor allem wohl, weil die Häuser von den Käufern meist selbst genutzt werden und die Eigentumswohnungen häufig als Kapitalanlage und zur Vermietung angeschafft werden.
Stabile Preise sind auch bei den verkauften Grundstücken zu vermelden. Die günstigsten Grundstücke mit Quadratmeterpreisen von 130 Euro im Mittel wurden in den Ortsteilen angeboten. Wer sich nicht in den Ortsteilen ansiedeln wollte, bezahlte gut 300, im Innenstadtgebiet 1000 und in den Geschäftslagen in der Ulmer Stadtmitte knapp 1900 Euro pro Quadratmeter Baugrund.
Information: Der Grundstücksmarktbericht 2010 ist für 30 Euro über die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Münchner Straße 2, in 89073 Ulm zu beziehen.
Kontakt: 0731 / 161 - 6273 oder gutachterausschuss@ulm.de

