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Dreifach-Stapelturnhalle im Passivhausstandard
Als Ersatz für eine alte, nicht zu sanierende Halle sollen das Kepler- und das Humboldt-Gymnasium nun drei übereinander gestapelte Turnhallen bekommen. Am Freitag hat eine Jury aus Fachgutachtern, Mitgliedern der Stadtverwaltung und des Gemeinderats den Entwurf des Stuttgarter Büros H4A-Gessert+Randecker+Legner Architekten als besten unter den 22 eingereichten Arbeiten ausgewählt.
Im März diesen Jahres hatten sich alle Rathausfraktionen für den Bau einer neuen Dreifachturnhalle an der Olgastraße ausgesprochen, die gemeinsam von den nebeneinander liegenden Gymnasien Kepler und Humboldt genutzt werden soll. Weil der Platz knapp ist, sollten drei Einfach-Turnhallen aufeinander gestapelt werden, um das Problem fehlender Sportkapazitäten von Schulen und Vereinen in der Innenstadt zu lösen. Jetzt nimmt das 7,5 Millionen-Euro-Projekt Gestalt an: Der Entwurf sieht eine Fassade aus vertikal geschwungenen Aluminiumlamellen vor, die einerseits als Sonnenschutz dienen, andererseit gezielt Licht ins Innere des Gebäudes lenken sollen. Die "Stapelsporthalle" mit Spielfeldmaßen von 27 mal 15 Metern ist als Stahlbeton-Konstruktion im Passivhausstandard angelegt.
Die Entscheidung sei der Jury nicht leicht gefallen, sagte deren Vorsitzender Professor Fritz Auer aus München. Maßgeblich seien neben funktionalen auch städtebauliche Kriterien gewesen. Der ausgewählte Entwurf habe diesen Kriterien am besten genügt und füge sich gut in die Umgebung ein. Baubeginn für die neue Halle soll 2013 sein. Geplant ist die Fertigstellung zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2014.
Alle Modelle und Pläne des Architektenwettbewerbs sind bis zum Montag, 21. November, in Halle 3 der Ulm-Messe ausgestellt. Geöffnet täglich von 13 bis 18 Uhr.

