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Die Infektionsquelle wurde gefunden
Die Quelle der Legionelleninfektionen in Ulm und Neu-Ulm ist mit höchster Wahrscheinlichkeit gefunden worden. Es handelt sich um eine größere Nasskühlanlage in einem Gebäude im Stadtgebiet von Ulm. Das nationale Referenzlabor für Legionellen an der Technischen Universität Dresden hatte in den letzten Tagen die genetischen Fingerprints von neun Kühlwasserproben aus verschiedenen Betrieben und Gebäuden mit dem "genetischen Fingerabdruck" des Erregers verglichen, den ein Ärzteteam der Universitätsklinik Ulm bei Patienten ermittelt hatte. In einem Fall stimmten die Fingerprints von Kühlwasser und Erreger komplett überein. Dieser aufwändige labortechnische Nachweis nahm einige Zeit in Anspruch. Dafür konnte aber nun ein konkreter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang hergestellt werden.
Damit ist es den Behörden in Ulm und Neu-Ulm mit Unterstützung der Landesgesundheitsämter von Baden-Württemberg und Bayern sowie des Referenzlabors gelungen, die Quelle für die Legionellenerkrankungen trotz schwieriger Ausgangslage zu ermitteln. Die Vielzahl von Rückkühlsystemen in Gebäuden, Betrieben und Einrichtungen im Gebiet beider Städte hätte es auch nahe gelegt, dass die Quelle unauffindbar geblieben wäre.
Bei allen kontrollierten und beprobten Rückkühlanlagen mit positiven Ergebnissen war seitens der Behörden sofort eine Reinigung und Desinfektion veranlasst worden. Die als Quelle jetzt identifizierte Anlage ist darüber hinaus durch den Betreiber seit Mitte Januar stillgelegt.
Zur Ermittlung der genauen Ursache des Legionellenbefalls werden die Fachbehörden der Stadt Ulm einen unabhängigen Sachverständigen beiziehen. Mit dem Betreiber der Anlage werden weitere Maßnahmen besprochen, die nötig sind, um die Anlage sachgerecht wieder in Betrieb nehmen zu können. Erst nach Freigabe durch die Behörden kann die Nasskühlanlage wieder in Betrieb gehen.
Neue Erkrankungen gab es nicht mehr. Insgesamt handelte es sich um 64 erkrankte Personen - fünf Menschen mit Vorerkrankungen starben an der Infektion. Derzeit werden noch drei Patienten in der Universitätsklinik Ulm behandelt.

