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Bundesverdienstkreuz für Friedrich Fröschle
Von 1991 bis 2009 war Friedrich Fröschle erster Organist und Kantor am Ulmer Münster und prägte das Ulmer Musikleben laut Laudator Ivo Gönner "in herausragender Weise". Am 13. Januar wurde dem 67-jährigen Fröschle für sein jahrzehntelanges künstlerisches Wirken im Ulmer Rathaus das Bundesverdienstkreuz verliehen. Der Geehrte selbst zitierte den Reformator Martin Luther: "Die Musik ist die beste Gabe Gottes. Sie ist eine Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht."
OB Ivo Gönner lobte in seiner Rede die fachlichen und menschlichen Qualitäten Friedrich Fröschles: "Sie haben die als schwierig geltende Orgel des Ulmer Münsters erobert und die Einzigartigkeit dieser Form der Musik den Menschen näher gebracht. Das ist ihr großer Verdienst".
Auch die intensive Förderung der Kinderchöre und die kontinuierliche Förderung des Motettenchors der Münsterkantorei lagen dem Geehrten sehr am Herzen. In seiner Amtszeit stieg die Zahl der Sängerinnen und Sänger in allen Chören auf 200.
Der Oberbürgermeister müsse "gute Zuträger" gehabt haben, meinte Fröschle in seiner Dankesrede schmunzelnd. Sie saßen im Publikum dieser Feierstunde: nicht zuletzt Weggefährten des Motettenchors, des Oratorienchors und des Collegium musicum. Landeskirchenmusikdirektor Bernhard Reich sprach ein Grußwort, um Fröschles Engagement zu rühmen. Und Fröschles Töchter Elisabeth und Claudia musizierten Bach und Beethoven.

