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Otl Aicher: Isny im Allgäu
Die Werbung für Ferienorte im Allgäu sieht nahezu immer gleich aus: strahlend blauer Himmel, sattgrüne Wiesen und sanft-braune Kühe. Die kleine Stadt Isny im Allgäu zeigte Ende der siebziger Jahre den Mut, einen anderen Weg zu gehen. Sie beauftragte den durch seine geometrischen Bildzeichen bei der Münchner Olympiade 1972 international bekannt gewordenen Grafik-Designer Otl Aicher mit der Gestaltung eines neuen Erscheinungsbildes. Das Ergebnis war eine Stadt in „Schwarz und Weiß“.
Aicher arbeitete mit ausschließlich schwarzen, streng geometrischen Strichzeichnungen und ohne Tiefenraum. Über dieses „fotofreie“ Erscheinungsbild streiten sich heute noch viele Designer und Marketingfachleute. Gegenwärtig wirbt Isny wieder mit bunten Panoramabildern, wenngleich ab und an ein Bildzeichen Aichers in den Broschüren auftaucht. War der Weg des Gestalters zu radikal oder die einzige Möglichkeit einer neuen Bildsprache? Die Ausstellung aus den Beständen des Werknachlasses von Otl Aicher im Ulmer Museum/ HfG-Archiv geht dieser Frage kritisch nach.
Eröffnung: Donnerstag, 8. Mai, 20 Uhr
Öffentliche Führungen: Do, 29.5., 26.6., 31.7., 21. 8., jeweils 18 Uhr
Öffnungszeiten: Di – So 11–17 Uhr, Do 11–20 Uhr, Mo geschlossen
Öffnungszeiten an den Feiertagen:
12.5. Pfingstmontag, 22.5. Fronleichnam: jeweils 11–17 Uhr
12.5. Pfingstmontag, 22.5. Fronleichnam: jeweils 11–17 Uhr
Eintritt: € 3,50 / 2,50 ermäßigt

