Kopfnavigation:
Inhalt:
OB Gönner verabschiedet Museums-Chefin Dr. Brigitte Reinhardt
Nach 19 Jahren an der Spitze des Ulmer Museums wurde am Freitag (27.11.) Dr. Brigitte Reinhardt von Oberbürgermeister Ivo Gönner offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Knapp zwei Jahrzehnte an der Spitze - da darf man getrost von einer Ära sprechen. In die Amtszeit Reinhardts fielen so entscheidende Veränderungen wie der Neubau für die Sammlung Fried und die Anbindung an die Kunsthalle Weishaupt. OB Gönner in seiner Laudatio: "Die Umwandlung des Ulmer Museums von einem Haus, das vor allem der Alten Kunst verpflichtet war, zu einem Ort, der nun auch der Moderne den richtigen Platz einräumt, ist ihr großer Verdienst."
Gönner räumte freimütig ein, dass die Verhandlungen mit Brigitte Reinhardt nicht immer einfach waren: "Frau Reinhardt kämpfte für die Interessen des Ulmer Museums. Eine engagiertere Vertreterin hätten sich die Mitarbeiter nicht wünschen können". Da aber seitens der Stadtverwaltung nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten, machte die Museums-Chefin bereits vor Jahren aus der Not eine Tugend und war Vorreiterin bei der Gewinnung privater Investoren.
Brigitte Reinhardt selbst bedankte sich für die Unterstützung der Stadt, des Förderveins und der Sponsoren: " Ich denke, dass wir durch diese gemeinsamen Anstrengungen eine ganze Reihe reizvoller Projekte verwirklichen konnten". Gleichzeitig warnte sie jedoch vor weiteren Kürzungen: "In den vergangenen Jahren haben wir den Gürtel schon immer enger schnallen müssen. Unser Taille ist schon extrem schlank. Wenn sie das Korsett noch enger schnüren, dann wird dieses Haus ohnmächtig." Das Museumsteam ist nach Aussage der scheidenden Chefin hochmotiviert. Jetzt gelte es, es so auszustatten, dass es auch künftig Qualitätsarbeit abliefern könne.

