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Historie
16. Jahrhundert
1. April 1516
Der Ulmer Münsterpfarrer Ulrich Krafft bestimmt in seinem Testament, daß sein Buchbesitz (Ca. 400 Titel, von denen heute noch ca. 200 erhalten sind) den Grundstock einer vom Rat der Stadt zu gründenden Bibliothek bilden solle. Weiterhin stiftet er ein Kapital von 100 Gulden, aus dessen Zinsen diese zu vermehren sei.
Der Ulmer Münsterpfarrer Ulrich Krafft bestimmt in seinem Testament, daß sein Buchbesitz (Ca. 400 Titel, von denen heute noch ca. 200 erhalten sind) den Grundstock einer vom Rat der Stadt zu gründenden Bibliothek bilden solle. Weiterhin stiftet er ein Kapital von 100 Gulden, aus dessen Zinsen diese zu vermehren sei.
5. Februar 1518
Der Rat beschließt die Errichtung eines Bibliotheksgebäudes auf dem nördlichen Münsterplatz, welches die Stadtbibliothek über 200 Jahre beherbergte.
Der Rat beschließt die Errichtung eines Bibliotheksgebäudes auf dem nördlichen Münsterplatz, welches die Stadtbibliothek über 200 Jahre beherbergte.
1533
Nach dem Tod des Ulmer Reformators Konrad Sam wird dessen Buchbesitz (ca. 325 Titel) in die Stadtbibliothek eingegliedert.
Nach dem Tod des Ulmer Reformators Konrad Sam wird dessen Buchbesitz (ca. 325 Titel) in die Stadtbibliothek eingegliedert.
1549
Erster Katalog. Systematische Anlage. Gesamtumfang: ca. 830 Titel.
Erster Katalog. Systematische Anlage. Gesamtumfang: ca. 830 Titel.
17. Jahrhundert
1615
Reform der inzwischen sehr vernachlässigten Bibliothek durch den Superintendenten Konrad Dieterich. Übernahme der Bibliothek des 1531 in der Reformation aufgehobenen Dominikanerklosters in Ulm.
Reform der inzwischen sehr vernachlässigten Bibliothek durch den Superintendenten Konrad Dieterich. Übernahme der Bibliothek des 1531 in der Reformation aufgehobenen Dominikanerklosters in Ulm.
1617-18
Zweiter Katalog. Systematische Anlage. Gesamtumfang: ca. 1360 Titel.
Zweiter Katalog. Systematische Anlage. Gesamtumfang: ca. 1360 Titel.
6. Dezember 1619
Erlass einer Bibliotheksordnung, die u.a. eine regelmäßige Öffnung der Bibliothek für die Benutzer vorschreibt.
Erlass einer Bibliotheksordnung, die u.a. eine regelmäßige Öffnung der Bibliothek für die Benutzer vorschreibt.
1676
Dritter Katalog. Systematische Anlage mit alphabetischem Autorenregister. Gesamtumfang: ca. 4700 Titel. Zuwachs nicht nur durch Kauf, sondern in vermutlich größerem Umfang durch die Übernahme der Bibliotheken des Seniors Balthasar Gockel im Jahre 1656 und des Apothekers David Regulus Villinger zu einem unbekannten Zeitpunkt vor 1676.
Dritter Katalog. Systematische Anlage mit alphabetischem Autorenregister. Gesamtumfang: ca. 4700 Titel. Zuwachs nicht nur durch Kauf, sondern in vermutlich größerem Umfang durch die Übernahme der Bibliotheken des Seniors Balthasar Gockel im Jahre 1656 und des Apothekers David Regulus Villinger zu einem unbekannten Zeitpunkt vor 1676.
18. Jahrhundert
1726
Für die durch den Erwerb von zwei großen Privatbibliotheken, die des Pfarrkirchenbaupflegamtsschreibers Elias Hellwig Dieterich und des Ulmer Stadtarztes Johann Frank, auf ca. 10.000 Titel angewachsene Bibliothek reicht das bisherige Gebäude nicht mehr aus. Umzug ins Schwörhaus.
Für die durch den Erwerb von zwei großen Privatbibliotheken, die des Pfarrkirchenbaupflegamtsschreibers Elias Hellwig Dieterich und des Ulmer Stadtarztes Johann Frank, auf ca. 10.000 Titel angewachsene Bibliothek reicht das bisherige Gebäude nicht mehr aus. Umzug ins Schwörhaus.
1785
Schwörhausbrand. Ein Drittel des Bestandes wird vernichtet. Die Bibliothek bezieht wieder ihr altes Gebäude auf dem Münsterplatz. Der Rat der Stadt bewilligt in den folgenden Jahren außerordentliche Geldmittel zur Wiederbeschaffung der Verluste.
Schwörhausbrand. Ein Drittel des Bestandes wird vernichtet. Die Bibliothek bezieht wieder ihr altes Gebäude auf dem Münsterplatz. Der Rat der Stadt bewilligt in den folgenden Jahren außerordentliche Geldmittel zur Wiederbeschaffung der Verluste.
1788- 90
Vierter Gesamtkatalog, erstellt durch den Bibliothekar Ludwig Albrecht Vetter. Zwei Teile, ein alphabetischer nach Autoren und ein systematischer.
Vierter Gesamtkatalog, erstellt durch den Bibliothekar Ludwig Albrecht Vetter. Zwei Teile, ein alphabetischer nach Autoren und ein systematischer.
19. Jahrhundert
1802
Ende der Reichsstadtzeit. Der inzwischen auf ca. 15.000 Titel angewachsenen Bibliothek stehen für mehrere Jahrzehnte kaum Mittel zur Bestandsvermehrung zur Verfügung.
Ende der Reichsstadtzeit. Der inzwischen auf ca. 15.000 Titel angewachsenen Bibliothek stehen für mehrere Jahrzehnte kaum Mittel zur Bestandsvermehrung zur Verfügung.
1826
Umzug ins Schuhhaus. In den folgenden 15 Jahren wurden der Stadtbibliothek zahlreiche Privatbibliotheken einverleibt, der Bestand wuchs auf ca. 44.000 Titel an. Näheres hierzu im Volltext zur Bestandsbeschreibung.
Umzug ins Schuhhaus. In den folgenden 15 Jahren wurden der Stadtbibliothek zahlreiche Privatbibliotheken einverleibt, der Bestand wuchs auf ca. 44.000 Titel an. Näheres hierzu im Volltext zur Bestandsbeschreibung.
1863
Beendigung des fünften Gesamtkataloges, bestehend aus einem Standortkatalog, einem alphabetischem Verfasserkatalog und einem Schlagwortkatalog.
Beendigung des fünften Gesamtkataloges, bestehend aus einem Standortkatalog, einem alphabetischem Verfasserkatalog und einem Schlagwortkatalog.
15. Oktober 1887
Erste gedruckte Benutzungsordnung.
Erste gedruckte Benutzungsordnung.
1. März 1896
Eröffnung der 'Freien Bibliothek und Lesehalle' im Nebenzimmer des Gasthauses zum Hahnen. Träger war ein Verein.
Eröffnung der 'Freien Bibliothek und Lesehalle' im Nebenzimmer des Gasthauses zum Hahnen. Träger war ein Verein.
20. Jahrhundert
1908
Umzug der Stadtbibliothek und der 'Freien Bibliothek und Lesehalle' ins Schwörhaus.
Umzug der Stadtbibliothek und der 'Freien Bibliothek und Lesehalle' ins Schwörhaus.
15. Oktober 1908
Mit Dr. Alfred Löckle übernimmt erstmals ein ausgebildeter Bibliothekar die Leitung der Bibliothek. Er betreute, wie schon einige seiner Vorgänger im 19. Jahrhundert, auch das Stadtarchiv. Beginn eines maschinengeschriebenen Zettelkataloges zunächst nur für die Neuzugänge.
Mit Dr. Alfred Löckle übernimmt erstmals ein ausgebildeter Bibliothekar die Leitung der Bibliothek. Er betreute, wie schon einige seiner Vorgänger im 19. Jahrhundert, auch das Stadtarchiv. Beginn eines maschinengeschriebenen Zettelkataloges zunächst nur für die Neuzugänge.
29. Oktober 1908
Der 'Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben' übergibt seine Bibliothek der Stadtbibliothek als Depositum.
Der 'Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben' übergibt seine Bibliothek der Stadtbibliothek als Depositum.
11. Februar 1909
Neue Benutzungsordnung mit wesentlich erweiterten Öffnungszeiten: insgesamt 30 Stunden in der Woche, davon allerdings nur 6 Stunden mit Buchausgabe.
Neue Benutzungsordnung mit wesentlich erweiterten Öffnungszeiten: insgesamt 30 Stunden in der Woche, davon allerdings nur 6 Stunden mit Buchausgabe.
28. November 1910
Der 'Verein der Naturwissenschaften und Mathematik' in Ulm übergibt ebenfalls seine Bibliothek der Stadtbibliothek als Depositum.
Der 'Verein der Naturwissenschaften und Mathematik' in Ulm übergibt ebenfalls seine Bibliothek der Stadtbibliothek als Depositum.
1. April 1913
Dr. Löckle verläßt Ulm. In der Folgezeit wurden Bibliothek und Archiv zunächst wieder nebenamtlich von dem Gymnasialprofessor Dr. Johannes Greiner und dann hauptamtlich durch ausgebildete Archivare betreut.
Dr. Löckle verläßt Ulm. In der Folgezeit wurden Bibliothek und Archiv zunächst wieder nebenamtlich von dem Gymnasialprofessor Dr. Johannes Greiner und dann hauptamtlich durch ausgebildete Archivare betreut.
19. März 1923
Die 'Freie Bibliothek und Lesehalle' wird von der Stadt unter der Bezeichnung 'Volksbibliothek' übernommen.
Die 'Freie Bibliothek und Lesehalle' wird von der Stadt unter der Bezeichnung 'Volksbibliothek' übernommen.
17. Dezember 1944
Das Schwörhaus wird bei einem Luftangriff auf Ulm sehr schwer beschädigt. Die Bestände der Stadtbibliothek waren schon vorher ausgelagert und dadurch gerettet worden.
Das Schwörhaus wird bei einem Luftangriff auf Ulm sehr schwer beschädigt. Die Bestände der Stadtbibliothek waren schon vorher ausgelagert und dadurch gerettet worden.
17. Juli 1945
Herbert Wiegandt wird zum Leiter der Volksbibliothek ernannt. Sie konnte im Gebäude Marktplatz 9 wiedereröffnet werden.
Herbert Wiegandt wird zum Leiter der Volksbibliothek ernannt. Sie konnte im Gebäude Marktplatz 9 wiedereröffnet werden.
31. Dezember 1946
Abschluß der Rückführung der ausgelagerten Bestände in den weniger zerstörten Westteil des Schwörhauses durch Stadtarchivar Dr. Max Huber.
Abschluß der Rückführung der ausgelagerten Bestände in den weniger zerstörten Westteil des Schwörhauses durch Stadtarchivar Dr. Max Huber.
19. Oktober 1953
Die Bibliothek des Amerikahauses wird mit der 'Volksbibliothek' vereinigt, die in der Frauenstrasse 4 eine geräumigere Unterkunft beziehen kann.
Die Bibliothek des Amerikahauses wird mit der 'Volksbibliothek' vereinigt, die in der Frauenstrasse 4 eine geräumigere Unterkunft beziehen kann.
1954
Abschluß des Wiederaufbaus des Schwörhauses.
Abschluß des Wiederaufbaus des Schwörhauses.
27. September 1961
Eröffnung einer Fahrbücherei.
Eröffnung einer Fahrbücherei.
Mai 1965
Umzug der Volksbücherei ins Schwörhaus.
Umzug der Volksbücherei ins Schwörhaus.
4. Oktober 1965
Eröffnung der Zweigstelle Eselsberg, Verabschiedung von Herbert Wiegandt, der als Professor an die Hochschule für Bibliothekswesen nach Stuttgart berufen wurde, und Amtseinführung seines Nachfolgers Dr. Hans Krauss.
Eröffnung der Zweigstelle Eselsberg, Verabschiedung von Herbert Wiegandt, der als Professor an die Hochschule für Bibliothekswesen nach Stuttgart berufen wurde, und Amtseinführung seines Nachfolgers Dr. Hans Krauss.
4. September 1968
Pensionierung von Stadtarchivar Dr. Max Huber. Die Stadtbibliothek war unter seiner Leitung von ca. 80.000 auf über 120.000 Titel angewachsen. Sie wird jetzt vom Archiv getrennt und mit der 'Volksbibliothek' vereinigt. Leiter der Gesamtbibliothek wird Dr. Hans Krauss.
Pensionierung von Stadtarchivar Dr. Max Huber. Die Stadtbibliothek war unter seiner Leitung von ca. 80.000 auf über 120.000 Titel angewachsen. Sie wird jetzt vom Archiv getrennt und mit der 'Volksbibliothek' vereinigt. Leiter der Gesamtbibliothek wird Dr. Hans Krauss.
1972
Eröffnung der Zweigstelle Böfingen.
Eröffnung der Zweigstelle Böfingen.
1982
Eröffnung der Zweigstelle Wiblingen.
Eröffnung der Zweigstelle Wiblingen.
Januar 1993
Beginn der Katalogisierung im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund.
Beginn der Katalogisierung im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund.
1. Mai 1993
Dienstantritt von Jürgen Lange als Nachfolger von Dr. Hans Krauss, der im August 1992 in den Ruhestand getreten war.
Dienstantritt von Jürgen Lange als Nachfolger von Dr. Hans Krauss, der im August 1992 in den Ruhestand getreten war.
1999
Abschluß der Reorganisation:
Verschmelzung von wissenschaftlicher und öffentlicher Abteilung
Einführung der Elektronischen Bibliothek
Einführung einer neuen Systematik (SfB)
Abschluß der Reorganisation:
Verschmelzung von wissenschaftlicher und öffentlicher Abteilung
Einführung der Elektronischen Bibliothek
Einführung einer neuen Systematik (SfB)

