Kopfnavigation:
Inhalt:
Fast 18.000 Euro für die Pflege von Kriegsgräbern
Mittlerweile ist es gute Tradition: Einmal im Jahr greifen Oberbürgermeister Ivo Gönner und Standortältester Konteradmiral Klaus von Dambrowski zur Sammelbüchse und unterstützen die Soldatinnen und Soldaten der Ulmer Bundeswehrstandorte bei deren Straßen- und Haussammlung zugunsten des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge. Am Mittwoch übergaben beide den Vertretern des Volksbundes, Oberstleutnant a.D. Gerd Beyer und Oberstleutnant a.D. Siegfried Rau, im Rathaus einen Scheck in Höhe von 17.615 Euro.
Damit lag der Erlös der Sammlung 2011, die seit Ende des Ersten Weltkrieges traditionell im November stattfindet, etwas unterhalb der Summe des Vorjahres. Gerd Beyer bedankte sich im Namen des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge vor allem bei den Sammlerinnen und Sammlern: "Ohne diesen freiwilligen Einsatz wäre unsere Arbeit nicht möglich."
Der Schwerpunkt der Arbeit des Volksbundes hat sich in den letzten 20 Jahren nach Osteuropa verlagert. Vor allem in der ehemaligen Sowjetunion wurden in enger Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden neue Grabstätten für deutsche und russische Kriegsopfer angelegt. Eine Vorgehensweise, die auch bei der Bevölkerung für Vertrauen und Kooperation sorgte.
Im Laufe der letzten Jahre richtete der Volksbund über 300 Friedhöfe aus dem Zweiten und 190 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder her oder legte sie neu an. In den letzten 17 Jahren wurden insgesamt 585.275 Kriegstote geborgen.
Insgesamt betreut der Volksbund in 45 Ländern die Ruhestätten von mehr als 2,3 Millionen deutscher Gefallener. Aber auch im Inland ist der Volksbund aktiv: Allein in Baden-Württemberg gibt es 85.000 Kriegsgräber, für deren Pflege der Volksbund beratend tätig ist. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt die Jugendarbeit des Volksbundes, der als einziger Kriegsgräberdienst der Welt junge Menschen in seine Arbeit integriert, um für einen dauerhaften Frieden zu werben.

