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23. Juli 2012: Schwörmontag in Ulm
Viele werden dem Tag schon entgegenfiebern - am 23. Juli 2012 ist es wieder soweit: Ulm feiert Schwörmontag. Der Tradition entsprechend am vorletzten Montag im Juli. Was für viele ein Tag des Feierns ist, hat allerdings einen durchaus ernst zu nehmenden politischen Hintergrund. Am Ulmer "Nationalfeiertag" legt der Oberbürgermeister der Stadt im Rahmen der Schwörfeier auf dem Weinhof (11 Uhr) Rechenschaft über die Arbeit des vergangenen Jahres ab und stellt Lösungansätze für Aufgaben der Zukunft vor. Mit dem traditionellen Schwur "Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein" erneuert er sein jährliches Versprechen, die Interessen aller Ulmer Bürger gleichermaßen zu wahren. OB Ivo Gönner ist dabei - zumindest theoretisch - in der ganzen Welt zu sehen und zu hören. Wie in den vergangenen Jahren wird die Schwörrede in Kooperation mit team-ulm live im Internet übertragen - auch auf dem iPhone und anderen mobilen Geräten. Die politische und gesellschaftliche Bedeutung der Schwörrede wird auch von der illustren Gästeliste aus der Bundes- und Landespolitik unterstrichen. Im Anschluss an die Schwörrede wird der Wissenschaftspreis verliehen und der traditionelle Bindertanz aufgeführt, bevor der gesellige Teil, das Nabada auf der Donau und der Ausklang auf vielen Plätzen in Ulm, den Schwörmontag abrundet.
Nabada - ab 16 Uhr auf der Donau
Was wäre für viele Ulmer der Schwörmontag ohne das "Nabada"? Zehntausende Schaulustige säumen die Ufer, wenn der Tross der Motto-Schiffe, Flöße und Schlauchboote die Donau herunterfährt. Begonnen hat diese Tradition bereits zu Reichsstadtszeiten. Damals fand alle zwei Jahre am Dienstag nach dem Schwörmontag das Fischerstechen statt. In den Jahren dazwischen pflegte man den Brauch des "Bäuerle-Herunterfahrens" - ein Klaumauk, der zu den Vorläufern des Nabadens zu rechnen ist.
Aus diesen kleinen Anfängen hat sich über die Jahre ein Umzug auf dem Wasser entwickelt, der durchaus mit den rheinischen Karnevalsumzügen zu vergleichen ist. Motto-Boote werden in detaillierter Kleinarbeit vorbereitet, Gruppen organisieren generalstabsmäßig ihre Teilnahme am "Nabada" und der eine oder andere setzt sich einfach in ein Schlauchboot und ist somit ganz schnell mittendrin im feuchtfröhlichen Geschehen. Humor braucht dann mitunter auch die Stadtprominenz - denn den einen oder anderen Seitenhieb können sich die "Nabader" dann doch nicht verkneifen.
Aus diesen kleinen Anfängen hat sich über die Jahre ein Umzug auf dem Wasser entwickelt, der durchaus mit den rheinischen Karnevalsumzügen zu vergleichen ist. Motto-Boote werden in detaillierter Kleinarbeit vorbereitet, Gruppen organisieren generalstabsmäßig ihre Teilnahme am "Nabada" und der eine oder andere setzt sich einfach in ein Schlauchboot und ist somit ganz schnell mittendrin im feuchtfröhlichen Geschehen. Humor braucht dann mitunter auch die Stadtprominenz - denn den einen oder anderen Seitenhieb können sich die "Nabader" dann doch nicht verkneifen.

